Im Stadtviertel Coco del Mar (San Francisco, Panama-Stadt) fiel mir schon vor Jahren eine Grünfläche auf, zu der es keinen Zugang zu geben schien.
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Hat sich dort jemand mit Geld einen dekadent großen Park mit über einem Hektar Fläche geleistet?
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Vor zwei Wochen bekam ich die Antwort:
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Ein angrenzendes Gebäude hatte den Zugang zum öffentlichen Park einfach mit einer Mauer und einem Pförtner geschlossen und für sich beansprucht.
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Wer hinein wollte, wurde von den Angestellten daran gehindert.
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Das ging 10 Jahre so. Alle Einigungsversuche scheiterten.
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Nachdem die Stadt jetzt grünes Licht für den Abriss der Mauer gab, sind die Bagger angerückt und haben die Mauer eingerissen.
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Das ist kein Einzelfall in Panama.
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Immer wieder wird der Zugang zu öffentlichen Stränden, Wanderwegen, etc. von Privatpersonen blockiert.
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In Panama gibt es zum Beispiel keine Privatstrände.
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Alle Strände sind öffentlich.
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Es darf auch nicht auf den Strand gebaut werden.
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Das ist natürlich Hotels und exklusiven Wohnanlagen ein Dorn im Auge.
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Meist gibt es nur noch einen Alibi-Zugang, um es den ungeliebten einheimischen Wochenendbesuchern möglichst schwer zu machen.
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An der Pazifikküste außerhalb von Panama-Stadt hatte ich selbst noch zwei Jahre nach Covid erlebt, wie Anwohner am Strand Fremden mit Anzeige gedroht haben, wenn diese sich ans Wasser wagten.
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Verwiesen wurde auf die „Burbuja Familiar" (Familienblase – nähere Familie).
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Was soll man dagegen machen?
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Ignorieren? Anzeigen? Meiden?
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Ich kannte einen Spanier, der in Colón am Strand ein Häuschen hatte, in dem er lebte.
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Er ging dort gerne mit seinem Hund am Strand spazieren.
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Ein Einheimischer wies ihn immer wieder darauf hin, dass das sein Strand sei und er dort gefälligst nicht laufen solle.
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Der Spanier wollte sich das nicht gefallen lassen und zeigte daraufhin den Einheimischen an.
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Es stellte sich heraus, dass der Einheimische ein hoher Politiker war.
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Dieser zeigte ihn im Gegenzug wegen Steuerhinterziehung und anderen Dingen an.
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Der Spanier hatte am Ende den Rechtsstreit gewonnen.
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Zu der Zeit, als ich ihn kennenlernte, hatte er aber ziemliches Muffensausen und arbeitete aktiv an seinem „Fluchtplan".
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Man kann sein Recht in Panama durchsetzen – aber manchmal dauert es Jahre, und man muss den Mut und Willen haben, sich mit den falschen Menschen anzulegen.
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Hier noch ein Video von mir, als ich in Panama vor Gericht war:
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PS: Unbedingt mal im "neuen" Coco Parque vorbeischauen.
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Homepage: crashkurspanama.de
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Youtube: youtube.com/@CrashkursPanama
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