Share this emailCopy the public link or share it on your favorite channel.
Eine der größten Fragen beim Auswandern ist, wie man im Alter über die Runden kommen wird.

Mir war von Anfang an klar, dass ich aus Deutschland irgendwann nur eine symbolische Rente bekommen werde.

Relativ früh hatte ich daher die Idee, mir ein eigenes bedingungsloses Grundeinkommen aufzubauen.

Es geht mir dabei weniger um einen absoluten Geldbetrag als Ziel, sondern um ein zuverlässiges, konstantes Einkommen.

So kann ich mir Unabhängigkeit Stück für Stück aufbauen und erarbeite mir die wichtigste Fähigkeit: Die Möglichkeit, 'Nein' zu sagen.

Zuerst lag mein Fokus auf Aktien mit dem Ziel, mir ein Dividendenportfolio aufzubauen.

Ich bin nach wie vor überzeugt, dass dies eine valide Strategie ist, aber ich kam zu zwei Einsichten:
1. Meine Persönlichkeit ist nicht für Aktien gemacht.
2. Man braucht entweder viel Geld oder viel Zeit, um von Dividenden wirklich leben zu können.

Die Jahre, bevor ich nach Panama gekommen bin, hatte ich in Deutschland als Freelancer gearbeitet.

In Panama mietete ich mir dann zuerst ein Zimmer in einer WG.

Mein Ziel war es, mir mit einem eigenen Software-Produkt ein Standbein aufzubauen – ich war von 8 Uhr bis 21 Uhr im Co-Working Space; die WG war hauptsächlich nur zum Schlafen.

Als dann Covid kam, gab es in Panama einen sehr strikten Lockdown.

In dieser Zeit habe ich viel über Panama und das WG-Modell gelernt.

Mir wurde klar: Die glänzenden Wohntürme werden oft am einheimischen Bedarf vorbei gebaut.

Irgendwann fing ich an, die Zahlen zu überschlagen, um das Businessmodell besser zu verstehen.

Auf meinen Spaziergängen hielt ich die Augen offen, wo etwas zum Verkauf stand, und schaute mir verschiedene Wohnungen an.

Am Ende kam der Kontakt für meine erste Immobilie über einen Mitbewohner zustande: Ein Verwandter wollte eine Wohnung in einem älteren Gebäude im Zentrum verkaufen.

Der Schritt von der abstrakten Idee über den Kauf bis zur Renovierung und den ersten Mietern war ein echtes Abenteuer.

Aber heute, mit meinen beiden Wohnungen, habe ich mir ein stabiles Grundeinkommen aufgebaut, das meine Lebenskosten in Panama deckt.

Zu Beginn habe ich "House-Hacking" betrieben - d.h. ich habe "kostenlos" in der Wohnung gewohnt und den Rest vermietet.

Mein Ziel ist es, dieses Fundament Stück für Stück weiter auszubauen und zu diversifizieren.
Ausruhen kann ich mich noch nicht.

Sind WGs der ultimative Weg zum eigenen Grundeinkommen?

Ich denke nicht.

Wie alles im Leben hat es Vor- und Nachteile.

Zum Beispiel ist in den Immobilien viel Geld gebunden, das nur schwer mobilisiert werden kann.

Ich kann gut verstehen, wenn jemand keine Lust auf das operative Geschäft dahinter hat.

Wie immer gibt es nicht nur einen Weg, der zum Ziel führt.

Stefan
---
Homepage: crashkurspanama.de
Twitter: @CrashkursPanama
Youtube: youtube.com/@CrashkursPanama