Ich habe nach einem Hautarzt gesucht, der Muttermal-Screening durchführt.
Hautkrebs ist eine Krankheit, bei der Früherkennung eine wichtige Rolle spielt.
Kann ja nicht so schwer sein, einen Arzt in Panama zu finden?
Was ich eigentlich wollte
Ich wollte eine Untersuchung, bei der auffällige Muttermale dokumentiert und beim nächsten Besuch verglichen werden können.
Die erste Generation waren Hand-Scanner.
Heute gibt es schon Ganzkörperscanner, die den ganzen Körper automatisch ablichten.
Erster Versuch
Das erste Mal war ich vor ein paar Jahren in der Clínica Dermatológica Arosemena — einem der bekanntesten Hautärzte mit mehreren Praxen.
Der Arzt hat nur ganz oberflächlich geschaut und in weniger als zwei Minuten meinte er: „alles ok“.
Es war so oberflächlich, dass ich mich damals gefragt habe, wofür ich eigentlich 80 USD bezahle.
Zweiter Versuch
Danach habe ich angefangen, explizit nach Hautärzten mit Haut-Scannern zu suchen.
Leider war dies deutlich schwerer als gedacht: Ich habe keine gefunden.
Dann habe ich im Arzt-Netzwerk meiner privaten Krankenversicherung nach Hautärzten gesucht, die speziell Hautscreening erwähnen.
Leider Fehlanzeige. Ein riesiges Problem ist, dass die meisten Ärzte keine Internetseite haben.
Nichts, null Information. Man hat keine Ahnung, womit man dort rechnen kann.
Wo es keinen Mangel gibt: Hautärzte mit Schwerpunkt Schönheits-Eingriffe.
Dritter Versuch
Nach weiterem Suchen habe ich eine Hautärztin gefunden, die tatsächlich einen Hand-Scanner hat.
Allerdings sieht dieser aus wie ein Handy mit App und einem Kameraaufsatz. Und es werden keine Bilder gespeichert.
Nicht das, was ich mir erhofft hatte, aber an diesem Punkt hatte ich bereits ein Stück weit aufgegeben.
Sie hatte sogar einen Schwerpunkt auf Haut-Screening auf ihrer Homepage.
Nachteil: Sie ist nicht im Netzwerk meiner Krankenkasse.
Egal, ich bin einfach hin. Das Screening war gut – Welten besser als das erste.
Das Screening hat 100 USD gekostet.
Die Entfernung eines Muttermals kostet:
- Biopsia (Gewebeentnahme): 250 USD
- Histopatología (feingewebliche Untersuchung): 120 USD
Allerdings stelle ich mir die Frage, warum ich dann überhaupt eine private Krankenversicherung zahle.
Vierter Versuch
Als letztes hatte ich meinen Agenten für die Krankenversicherung kontaktiert, ob er nicht einen Hautarzt empfehlen kann.
Die Untersuchung war OK. Über die Versicherung habe ich 20 USD Copago gezahlt.
Ich meinte zu ihm, dass es mich wundert, dass Panama beim Hautscreening zurück ist und keine Technologie zum Einsatz kommt.
Der ältere Herr zeigt auf sein Auge und lacht: „Ha, ha, das ist mein Scanner„.
Das eigentliche Problem
Das Problem mit privaten Versicherungen ist, dass man erst weiß, wie gut sie zu einem passt, wenn man etwas braucht.
Es kann sein, dass man 10 Jahre einzahlt und am Tag X erst auf Einschränkungen stößt.
Dazu kommt: Bei keinem der Ärzte, die ich gefunden habe, gab es ein Screening mit gespeicherten Bildern. Reichlich Angebot gibt es dagegen in der Ästhetik.
Alternative: Meine Versicherung deckt auch Costa Rica und Kolumbien ab. Evtl. gibt es dort besser ausgestattete Ärzte.
Merke: Eine private Krankenversicherung deckt nicht automatisch den von Dir bevorzugten Arzt ab. Man kann versuchen, die Rechnung einzureichen.
Über den Aufbau des Gesundheitssystems in Panama habe ich an anderer Stelle geschrieben.
Fazit
Den Scanner, den ich ursprünglich gesucht habe, habe ich in Panama bisher nicht gefunden.
Dafür habe ich eine Ärztin gefunden, die sehr gründlich untersucht – allerdings außerhalb meines Versicherungsnetzwerks.
Für mich bleibt deshalb die Frage offen, ob es in Panama überhaupt Hautärzte gibt, die mit moderner Ganzkörperfotografie arbeiten und die Bilder für spätere Vergleichsuntersuchungen speichern.
Wenn ich das nächste Mal nach Kolumbien reise, werde ich dort danach suchen.
Falls Du einen solchen Arzt in Panama kennst, freue ich mich über einen Hinweis.
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