Makler in Panama: Provision, Kosten und wer sie zahlt

Wenn Du in Panama eine Immobilie kaufen willst, dann kommst Du sehr wahrscheinlich mit einem Makler in Kontakt.

Wie arbeiten Makler in Panama und das Wichtigste: Wer zahlt?

Von Maklern und Piraten

Alle Makler müssen einen Test durchlaufen, um ihre Akkreditierung zu bekommen.

Sie müssen außerdem eine fianza (Bürgschaft) über B/.10.000 abschließen, für die jährlich eine Versicherungsprämie anfällt.

Die Lizenznummer beginnt entweder mit PN- (natürliche Person) oder PJ- (juristische Person).

Manchmal sieht man dies auf Plakaten.

Neben den akkreditierten Maklern gibt es noch Piratas — inoffizielle Agenten, die ohne Lizenz arbeiten.

Auf dieser Seite kannst Du einen Makler verifizieren.

Die Provision zahlt der Verkäufer

In Panama beträgt die übliche Maklerprovision bei einem Verkauf 5 % und wird vom Verkäufer gezahlt.

Außerdem fällt auf die 5 % noch die Umsatzsteuer (ITBMS) an.

Mit Umsatzsteuer sind es somit 5,35 %.

Wenn zwei Makler beteiligt sind — einer für den Verkäufer und einer für den Käufer — dann teilen sich beide die Provision zu gleichen Teilen.

Bei Neubauprojekten kann die Provision für den Makler unter 5 % liegen.

Zum Beispiel kann es sein, dass ein Projektentwickler nur 3 % zahlt.

40/20/40

Manchmal kann es sein, dass ein Makler als Vermittler auftritt.

Beispiel: Makler A weiß, dass Makler B ein interessantes Objekt im Portfolio hat.

Durch Zufall erfährt Makler A, dass Makler C einen Kunden hat, der genau das sucht, was Makler B im Portfolio hat.

In einem solchen Fall kann die Provision beispielsweise 40/20/40 aufgeteilt werden.

Und bei Miete?

Im Fall einer Miete wird die Provision für den Makler ebenfalls vom Vermieter gezahlt.

Üblich ist eine Monatsmiete plus 7 % ITBMS (Umsatzsteuer).

Falls zwei Makler beteiligt sind, wird die Provision üblicherweise 50/50 geteilt.

Exklusivität

Ein Verkäufer oder Vermieter kann einen exklusiven Vertrag mit einem Makler schließen.

Dadurch erhält dieser Makler das exklusive Vermarktungsmandat des Eigentümers.

Meistens laufen diese Verträge sechs Monate.

Probleme

Nicht jeder Makler möchte seine Provision teilen. Es gibt Agenturen, die es schlicht ablehnen.

Andere Makler leiden unter einer Sunk Cost Fallacy: „Ich habe schon so viel Geld in Werbung gesteckt. Warum sollte ich die Provision jetzt mit jemand anderem teilen?“

Wenn ein Eigentümer nicht bereit ist, eine Provision zu zahlen, hat ein Makler keine Motivation, die Immobilie seinem Kunden zu präsentieren.

Er würde schlicht nichts daran verdienen.

Manche Makler und Agenturen haben ein aggressives Auftreten gegenüber anderen Maklern. Zum Beispiel kann es sein, dass sie die Exklusivität nicht respektieren und versuchen, einen anderen Makler vor dem Eigentümer schlecht aussehen zu lassen.

Es kann auch vorkommen, dass ein vermittelnder Makler sich weigert, einen Kontakt zu einer Immobilie herzustellen, wenn sich die drei beteiligten Makler nicht auf 40/20/40 einigen können.

Exklusivität kann ein Problem für den Verkäufer einer Immobilie sein, wenn der Makler seinen Job nicht ernst nimmt. Es gibt immer wieder Makler, die sich denken „Diese Immobilie gehört jetzt mir“ und dann erst einmal nichts machen.

Keine Exklusivität kann aber auch ein Problem sein, weil sich dann evtl. kein Makler zuständig fühlt.

Was daraus folgt

Für den Käufer kostet ein eigener Makler in der Regel nichts zusätzlich.

Wer ohne eigenen Makler kauft, spart dadurch in der Regel nichts. Er verzichtet lediglich auf jemanden, der auf seiner Seite steht.


Weiterlesen: Der Kaufprozess Schritt für Schritt · Wo Du Immobilien in Panama findest · Brauche ich einen Anwalt?


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